Ja, auch ich war bei der re:publica XI. Nachdem es - bei etwa 3.000 Besuchern - mittlerweile gefühlt 5.000 verbloggte Rückblicke gibt und natürlich auch der Hashtag #rp11 bei Twitter noch glüht, hier nur in aller Kürze ein kleines Fazit.
Vorträge: Von hervorragend bis hundsmiserabel. Highlight: @wilddueck
Menschen: Viele Begegnungen. Nett, spannend, inspirierend.
WLAN: epic fail.
UMTS (via o2): epic fail. Hallo? Wäre ich Mobilfunkbetreiber, ich würde einen LKW vollgepackt mit Übertragungstechnik vor den Friedrichstadtpalast stellen, um mir *diese* Blöße nicht zu geben.
Klassentreffen: Ja, wenn man das so sehen will. Für viele dieser "wir machen jetzt die Nacht durch und finden das ganz toll"-Geschichten ist mir die Zeit allerdings zu schade. Vielleicht bin ich auch zu alt dafür? Wer weiß. Vermutlich hatte ich sowas einfach schon früher zu Genüge.
Location: Stieß eindeutig an ihre Grenzen, daher wird die nächste re:publica auch woanders stattfinden. Gut so. Die Kalkscheune ist nicht nur ungeeignet, in meinen Augen ist sie mit ihren engen (und alternativlosen) Treppenhäusern auch gefährlich.
Organisation: Vielen Dank an das Team. Für eine Konferenz dieser Größenordnung kann man bei den niedrigen Ticket-Preisen überhaupt nicht murren, im Gegenteil. Es lief alles reibungslos (von der Kalkscheunenraumgrößenundschlangestehproblematik abgesehen), auch wenn ich manche Entscheidungen bei der Raumzuteilung nicht ganz nachvollziehen kann. Und das geht wohl vielen so.
Berlin: Dirty Old Town, aber mei, für ein paar Tage hält man es da schon aus :)
"Digitale Gesellschaft": Die Vereinsgründung/Initiative war eines der bestimmenden Themen. So sehr ich die Notwendigkeit sehe und so sehr ich die Ziele unterstütze: Das Ganze scheint mir ein klein wenig intransparent gelaufen zu sein und noch immer zu laufen. Man hat eher den Eindruck, hier wird eine Zweitverwertungsplattform für Themen einzelner Berliner Blogger geschaffen (und damit letztlich eine Politikberatungs-Akquiseplattform für eben diese). Man muss sehen, wie sich das entwickelt.
#rp12?: Weiß ich noch nicht. Die re:publica ist ein digitalgesellschaftlicher Gemischtwarenladen. Das macht einerseits ihren Reiz aus. Andererseits ist es - wie man in diesem Jahr deutlicher gemerkt hat als in den Jahren zuvor - genau aus diesem Grund schwierig, eine durchgängig hohe Qualität der Vorträge sicher zu stellen. Die Vorträge der Partner und Sponsoren kann man sich ohnehin schenken. Die haben noch nicht so ganz begriffen, welche Chance sich ihnen bietet und dass es nicht um "schnöde Werbung" geht ...
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Update (^8.04.11) Die Digitale Gesellschaft hat ein FAQ veröffentlicht. Dort geht sie auf die häufigsten Kritikpunkte ein und stellt einiges klar. Wichtige Informationen, wie ich finde. http://digitalegesellschaft.de/faq/